Faustus Eberle: Update für OpenOffice 3.2

Ganze sieben Lücken präsentiert der Vorgänger von OpenOffice und ganze vier davon haben sich sogar zum Einschleusen von Codes geeignet. Die waren sogar ziemlich simple, denn das Öffnen von präparierten Word-Dokumenten, GIF-Bildern oder Bilder im XPM-Format konnte einen Anwender ganz schnell zum Opfer machen. Mit dem Update auf Version OpenOffice 3.2 wurden wie versprochen alle Lücken geschlossen und oben drauf läuft das System jetzt wesentlich stabiler und schneller. Des Weiteren wurden Fehler in der Windows-Version von OpenOffice geschlossen und auch der Fehler in der Verarbeitung kryptografischer Hashes wurde beseitigt. Mit letzterem ließen sich digitale Unterschriften fälschen. Da man in Version 2.4.x vergebens auf weitere Updates hoffen kann, sollte man dringend auf Version 3.2 wechseln.

Faustus Eberle

Cebit bringt neuen Scanner

Auf der Cebit wird das Bündnis „White IT“ ein „Child Abuse Media Metainformation Network“, kurz CAMnet, vorgestellt. Nach ersten Informationen sollen dadurch kinderpornographischen Inhalte mit den Datenbanken verschiedener Polizeibehörden zusammen geführt werden. In Zusammenarbeit mit dem vom Bundeskriminalamt eingesetzter Bilder-Scansoftware Perkeo sollen Datenbanken entstehen, die dann zur Suche von kinderpornographischem Material nicht nur für Behörden, sondern auch für die freie Wirtschaft zu Verfügung stehen. Dabei sendet ein Scanner auf de Suche nach Bildern Hash Werte, die dann als verschlüsselte Signaturen an die CAMnet-Schnittstelle geschickt werden. Die Schnittstelle überprüft mit der Datenbank und gibt ein Feedback. Sollte man einen Treffer landen, wird sofort eine Meldung an die Beschwerdestelle Inhope abgesetzt.

Faustus Eberle: Neu: Opensource-DVD 18

Die neue Ausgabe der Opensource-DVD kommt jetzt in Version 18 und bringt jede Menge Software mit, die sogar noch einmal um 26 Anwendungen erweitert wurde. Auf der DVD sind 4 GByte Software aus allen Bereichen, voll gepackt mit freier Software wartet die DVD auf den Downlaod. Neuzugänge der neuen Version sind zum Beispiel Fotowall zum Erstellen von Foto-Collagen, der Desktop-Hintergrund-Wechsler Wally und der Terminplaner Daynote. Für die Freunde von kleinen Pausenspielchen wurden Block Out, Extreme Tux Racer und Pingus mit aufgenommen.

Faustus Eberle

Debian 6.0 kommt mit Verspätung

Die Zahl der kritischen Bugs bei Debian 6.0 Squeeze ist anscheinend in kurzer Zeit nicht zu bewältigen. Aus diesem Grund zog das Debian Release Team die Veröffentlichung zurück, geplant war die Präsentation in einem Monat. Release machte gleichzeitig einen Aufruf an alle Paket-Maintainer und Entwickler von Programmen, sie sollten ihre kritischen Bugs schnellstmöglich in den Griff bekommen, da sonst der Rauswurf droht. Trotz aller Bemühungen scheint es das Debian Team aber nicht allein zu schaffen und ruft um Hilfe, es werden noch Freiwillige gesucht, die beim Einfügen von Patches und Updates helfen. Das neueste Ziel der Veröffentlichung ist nun der Herbst, aber auch dieser Termin ist nicht unbedingt realistisch.

Faustus Eberle: Schlappe für Abmahnindustrie

Folgendes war geschehen: Der frankfurter Rechtsanwalt Udo Kornmeier mahnte Tauschbörsen-Nutzer ab wegen Urheberrechtsverletzungen. Sein Auftraggeber ist das Unternehmen DigiProtect. Als der Abgemahnte aber die Zahlung von 450 Euro verweigerte, klagte DigiProtect auf Erstattung der Anwaltsgebühren in voller Höhe und schon waren es 651,80 Euro. Diese Tatsache rief das Landgericht Frankfurt auf den Plan, die dem Anwalt vorwarf, seine Kosten anscheinend pauschal abzurechnen und nicht wie üblich die entstandenen Kosten. Kornmeier gab dies zu und gab als Grund an, das es bei der Vielzahl der abgemahnten unmöglich für das Unternehmen DigiProtect sei, für jeden einzelnen Fall laut RVG nach Basis der 1,3-Gebühr zu vergüten. Damit schmetterte das Frankfurter Landgericht diese Art Erlösmodell der Abmahn-Industrie nieder. Diese Praktiken seien gerade in der Abmahnindustrie sehr beliebt und treffen bestimmt auch auf andere Unternehmen zu.

Faustus Eberle

buch.de macht Umsatz plus

Der Internetstore von buch.de feiert Renaissance, denn Bücher sind anscheinend wieder im Kommen. Der Online-Store von buch.de ist die Nummer zwei gleich nach Amazon.de. Nach neuesten Zahlen sind 20 Prozent mehr an Büchern über den virtuellen Tresen gegangen, als noch im letzten Jahr, das macht rund 84 Millionen Euro Unterschied. Damit bestätigte sich die Prognose von 0,8 und 1,6 Millionen Euro vor Steuern. Der Mehrheitseigner von Buch.de ist die Buchkette Thalia mit 60 Prozent der Anteile.

Starke Facebook-Gruppen

Das Fälschen von Statistiken ist schon so alt wie Statistiken selbst, dass dies auch ein Thema in der Musikindustrie ist, ist wohl kein Geheimnis. In Musik-Business ist es stark in Mode gekommen, die Charts zu pushen und so muss man sich nicht wundern, wenn es Menschen gibt, die das stört. Immer pünktlich zur Weihnachtszeit führten die britischen Charts der Sieger der Casting-Show X-Factor an, das hatte zum Auslöser, dass sich jede Menge Menschen auf Facebook zusammen gefunden haben, die sich schworen, einen uralten Song von „Rage against the Machine“ zu downloaden. Und sie waren dabei so erfolgreich, dass der Titel „Rage against the Machine“ namens „Killing in the Name“ zur offiziellen Weihnachts-Hymne 2009 in Großbritannien wurde. Das gelang sogar ein zweites Mal, allerdings ging es hier mehr um die First Lady von Nordirland. Die wurde nämlich durch die Medien wie durch Kakao gezogen, dass sie angeblich ein Verhältnis zu einem 19-Jährigen hat. Ganze 14.000 Facebook Mitglieder Gruppierten sich und schafften es durch Song-Downloads „Mrs. Robinson“ von „Simon & Garfunkel“ an die Spitze der Charts zu pushen. Das hat so viel Aufsehen erregt, dass der Regierungschef von Nordirland, Peter Robinson, vorübergehend sein Amt niederlegen musste.

Faustus Eberle: Neue Update FAQ bei Novell

Novell wird ab dem ersten Februar seine Supportbedingungen ändern. Das bedeutet im Einzelnen, dass man ab dem 1. Februar nur noch Kunden mit Maintenance-Vertrag oder einer Subskription auf Patches und Servicepacks zugreifen können. bei Produkten wie Netware und Suse Linux Enterprise kann man zwar noch Updates ziehen allerdings wer Service Packs und Security-Fixes für Suse Linux Enterprise benötigt bekommt diese nur mit gültiger Subskription. Mit anderen Worten bis auf wenige Ausnahmen bekommen nur noch Sicherheitsfixes, denn die sind weiterhin allgemein öffentlich zugänglich.

Faustus Eberle