Faustus Eberle: Intel plant Abwendungs-Geschäft

Mit einem Netbook-SDK möchte Intel ins Geschäft mit Anwendungen einsteigen. Dafür präsentiert Intel das Atom-Developer-Programm für Entwickler was als Bibliothek für Windows und die Linux-Variante Moblin zur Verfügung steht. Entwickler die ihre Anwendungen über den Intel-Shop vertreiben wollen, zahlen jährlich 99 US-Dollar, dafür erhalten sie anscheinend bis zu 70 Prozent des Erlöses ihrer Anwendung. Bisher ist Entwicklern aus 24 Ländern gestattet, über den Intel Shop zu verkaufen – darunter sind auch Deutschland und die Schweiz, einzig Österreich bleibt der Zugang untersagt. Wie der Kunde bezahlen kann, ist noch nicht bekannt.

Faustus Eberle

Artifex vs. Palm

Der Software-Hersteller Artifex hat Palm verklagt wegen einem Verstoß gegen Lizenzbedingungen. Das eigentlich Problem ist die nicht Offenlegung vom Quelltext der Render-Engine muPDF. Beim Hersteller von GPL- und kommerziell lizenzierter PDF- und Postscript-Software. Artifex ist es gesetzt, dass jeder eine GPL-Version frei verwenden darf, wenn er dabei die Quelltexte offen legt. Kommt der Distributor dieser Regel nicht nach, muss er eine kommerzielle Lizenz erwerben. Palm verwendet nun für sein Smartphone Palm Pre den PDF-Viewer und damit die Render-Engine muPDF und legt nicht die Quellen des Programms offen, was wiederum ein Verstoß gegen die Lizenzbedingungen der Software ist und somit Artifex zum handeln zwingt.

Faustus Eberle: Camino 2 für Mac

Alle Mac OS X Benutzer können ab sofort surfen, wie mit dem Firefox. Ermöglicht wird das durch das Schwesterprojekt Camino 2. Der Browser steht ab sofort auf der Homepage von Mac OS X 10.4 zum Download bereit. Wer an mehr Details interessiert ist über Neurungen und ausgemerzte Fehler, dem empfehle ich das Changelog zu lesen. Camino erhält in der 4. Betaversion auch einen Phishing-Schutz, der von der Basis dem Googles Safebrowsing ähnelt. Unterstützt wird das Projekt von der Rendering-Engine Gecko und die Oberfläche basiert auf Cocoa. Durch den Wechsel von XUL auf Cocoa lässt sich Camino besser ins Mac-Betriebssystem einfügen.

Faustus Eberle

Qimonda verkauft immer noch Inventar

Das Inventar der Münchner Niederlassung von Qimonda wird weiterhin verkauft für Schnäppchenpreise. Dafür wurden aus dem Münchner Firmensitz zahlreiche Geräte zum Verkauf zusammen gestellt. Darunter waren Monitore, Drucker, Beamer, Desktops und Notebooks. Der Erlös fließt in die Insolvenz-Masse. Dies wird ebenfalls am Standort in Dresden praktiziert. Hier wird der Verkauf im extra eingerichteten Shop noch bis Weihnachten gehen. Von den weltweit 12.000 Beschäftigten sind in Deutschland nur noch 270 übrig geblieben, der kleine Rest ist zum größten Teil mit der Verwertung des Unternehmens beschäftigt.

Mac-Clones auch in Frankreich

Die Wolfsburger Entwickler und Computerbauer von Mac-Clones, PearC wollen ihren Webshop jetzt auch in den Beneluxstaaten und Frankreich anbieten. Anscheinend gibt es in diesen Staaten kein rechtliches Problem um Mac OS X auf Apple fremder Hardware zu installieren. Darauf hin bieten sie jetzt ihren PearC Professional an für 1400 Euro. Mit an Bord sind Mac OS X 10.5.6, Quad-Core-CPU (Intel Core i7, 2,66 GHz), 6 GByte RAM, GeForce 9600GT mit 512 MByte und eine 750 GByte fassende Festplatte.